Sachkundenachweis oder Hundeführerschein? Was ist zu beachten?

Wenn du dir einen Hund zulegst, dann musst du, wenn du in Wien wohnst folgendes beachten. Seit 1.Juli 2019 ist es für ALLE Hundehalter verpflichtend einen Sachkundenachweis vorlegen zu können. Jedoch ist die Regelung von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - Hier findest du diese für Wien:

Warum musst du einen Sachkundenachweis machen?

Der Gesetzgeber begründet dieses wie folgt: „ Der Sachkundenachweis soll dafür sorgen, dass vor der Anschaffung eines Hundes die notwendigen Kenntnisse erlangt werden, um den Hund tiergerecht zu halten.“ Diesen Sachkundenachweis erhältst du nach der Beendigung eines Kurses.

Was lehrt der Sachkundekurs?

  • Kenntnisse über Hundehaltung,
  • Ernährung
  • Pflege
  • Gesundheit
  • Kosten
  • Entwicklung vom Welpen zum erwachsenen Hund
  • Der Hund als soziales Lebewesen (Kontakte mit Bezugspersonen/mit Artgenossen)
  • Erkennen von Stress-, Angst- und Beschwichtigungssignalen
  • Körpersprache
  • Häufige Missverständnisse zwischen Mensch und Hund
  • Ruhebedürfnis/Beschäftigung.

Ebenso Kenntnisse über tiergerechte Hundeausbildung, Lernverhalten, positive Bestärkung, Hilfsmittel in der Erziehung, Verhaltensauffälligkeiten (Erkennen, Ansprechpersonen) und Praxisübungen. Auch Kenntnisse über relevante Rechtsvorschriften.

Der Kurs dauert mindestens vier Stunden. Eine Prüfung ist nicht erforderlich und nach der Absolvierung des Sachkunde-Kurses wird den Teilnehmern eine Bestätigung ausgestellt, die als Sachkundenachweis gilt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hundeführschein und einem Sachkundenachweis?

Den Wiener Hundeführschein müssen alle Personen ablegen, die einen Hund einer bestimmten Rasse oder einer Kreuzung halten möchten. Auf der anderen Seite ist der Besuch eines Sachkundekurses für alle Personen verpflichtend, die in den letzten zwei Jahren keinen Hund gehalten haben und nun einen Hund egal welcher Rasse anschaffen wollen.

Der Sachkundenachweis ist nur für dich, als Besitzer gültig. Aber ist nicht verpflichtend für Dritte. Das heißt deine Hundesitter können mit dem Hund weiterspazieren, auch wenn sie den Sachkundekurs nicht gemacht haben. Mit Ausnahme sind Listenhunde, Personen die keinen Hundeführerschein haben sind nicht befugt diese auszuführen - Hier findest du die aktuelle Liste der Rassen:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullmastiff
  • Bullterrier
  • Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff)
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Pitbullterrier
  • Rottweiler
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu

Für Listenhunde-Besitzer ist es verpflichtend den Hundeführerschein nach 21 Monaten zu wiederholen. Mit der Begründung, dass sich Welpen anders verhalten als ausgewachsene Hunde.

Wir hoffen dieser Artikel war hilfreich und hat dir das bürokratische Wirrwarr um einen Hund erklärt. Teile und Like den Artikel! Uns findest du auch auf Social Media.