Hund kastrieren: Was ist das?

Du hast dir einen Hund zugelegt, ihr zwei seid glücklich und unzertrennlich durch die Welpenphase gegangen, doch nun kommt deine Fellnase in die Pubertät. Sein Verhalten verändert sich und du hast bereits gegoogelt:

Was ist eine Kastration beim Hund?

Bei einer Kastration handelt es sich um einen Routineeingriff. Dabei entfernt dein Tierarzt die Fortpflanzungsorgane deiner Hündin (Eierstöcke) oder deines Rüden (Hoden). Sobald dein Hund einmal kastriert ist, brauchst du dir nie wieder Sorgen um Hundebabys machen. Im Gegensatz dazu gibt es auch die Möglichkeit der Sterilisation. Dabei werden bei Hündinnen die Eileiter, beim Rüden die Samenleiter unterbrochen oder durchtrennt. Beide Operation passieren in Vollnarkose und dein Liebling wird Zeit benötigen, um sich davon zu erholen.

Wird mein Hund ruhiger, wenn ich ihn kastrieren lasse?

Viele Menschen meinen, dass sie ihren Hund kastrieren, weil er/sie dann ruhiger wird. Das Temperament des Hundes verändert sich aber durch den Eingriff kaum.

Also was bewirkt eine Kastration beim Hund?

Hund kastrieren: Was ist das? - lovdog.at

Durch die Entfernung der Sexualorgane verändert sich der Hormonhaushalt in deinem Hund. Dabei Hundekörper ist anders, aber Nachteile können gesteigerter Appetit und reduzierte Aktivität sein, die zufolge eine Gewichtszunahme haben. Vorteile sind Ausgeglichenheit, reduzierter Sexualtrieb, verbessertes Gehorsam und geringere Aggressivität. Jedoch beachte, dass Aggressivität beim Hund auch mehrere Gründe haben kann- d.h. oft gibt es nicht den einen Grund für das aggressive Verhalten, was dein Hund eventuell zeigt.

Kann eine Kastration Verhaltensprobleme lösen?

Wie bereits erwähnt, verändert sich der Hormonhaushaltes deines Hundes. Verhaltensweisen die durch die Sexualhormone beeinflusst werden, können sich bei einer Kastration ändern. Ist dein Hund jedoch unerzogen, weil ihm Erziehung fehlt, so kann eine Kastration diese Probleme nicht lösen. Hier sind Verhalten die du beobachten kannst, die hormonell bedingt sind- streunert deine Hündin, wenn sie läufig ist? Oder markiert dein Rüde sogar im Haus und ist unruhig?

Viele Hundehalter meinen, dass der Hund ein hohes Sexualverhalten hat, wenn er die ganze Zeit auf seine Artgenossen aufsteigt. Macht das dein Hund? Dann beobachte ihn genau dabei. Zeigt dein Hund nämlich Balzverhalten dabei- Beschnüffelt und leckt ausgiebig im Anal- und Genitalbereich seines Gegenübers und aktiviert sein Jacobsonsches Organ oder zeigt er zähflüssigen Speichel in Kombination mit Zähneklappern und leichtem Kräuseln der Oberlippe. Dann ist das Aufsteigen ein Zeichen von sexuellem Verhalten. Hunde nutzen das Aufsteigen jedoch auch um Langeweile und Stress abzubauen oder um Konkurrenz die Bewegungsfreiheit zunehmen.

Egal ob Hund oder Hündin. Wenn du dir einen Hund zulegst, so wirst du dir diese Frage bestimmt stellen.