Hilfe, mein Hund schläft nicht mehr in seinem Bett!

Es ist soweit, der erste Geburtstag deines Hundes ist gekommen und gegangen, die Pubertät ist im besten Fall vorüber und du kannst das Leben mit deinem nun (fast) erwachsenen Hund gemütlich und entspannt genießen.

Das Verhältnis von dir und deinem Vierbeiner hat sich toll eingespielt, ihr vertraut einander und seid ein Herz und eine Seele. Doch gibt es noch etwas zu beachten wenn der Hund ausgewachsen ist? Oder ist die Lernphase jetzt endlich vorbei?

Naja, man lernt ja nie aus, oder? Natürlich wird man immer wieder neues über seine Fellnase lernen, auch wenn die grobe Erziehungsphase nun abgeschlossen ist und eine gemeinsame Tagesroutine aufgebaut wurde.

Doch manchmal ändert sich genau dann etwas. Zum Beispiel schläft der Hund plötzlich nicht mehr in seinem heiß geliebten Hundebett, dass er als Welpe bekommen hat, oder möchte auf einmal ein ganz anderes Futter!

Genau wie beim Welpen sollte man auch in der Erwachsenen-Phase des Hundes immer auf die Bedürfnisse seines Schützlings achten und ihn gut beobachten. Gerade bei der Futterumstellung von Welpen- auf Erwachsenenfutter sollte einiges beachtet werden, was du hier gerne nachlesen kannst.

Aber was hat es zu bedeuten wenn der ausgewachsene Hund plötzlich sein Bettchen verweigert oder gar in ein anderes Zimmer zum Schlafen auswandert?

 

Dein Hund braucht seinen Freiraum

Hilfe, mein Hund schläft nicht mehr in seinem Bett! - lovdog.atAm wahrscheinlichsten, dass dein Hund plötzlich nicht mehr in seinem Bettchen oder in einem anderen Zimmer schläft ist, dass er einfach seinen Freiraum möchte.

Genauso, wie wir Menschen, will auch der Hund ab einem gewissen Alter seinen eigenen Freiraum ausnutzen und tut dies, indem er sich zum Schlafen einen neuen Platz sucht. Das bedeutet nicht, dass dich dein kleiner Bengel nicht mehr mag, sondern lediglich, dass er älter geworden ist und kein Welpe mehr. Die täglichen Kuschel-Einheiten wird sich dein Liebling dennoch holen, keine Sorge!

 

Die Temperatur passt nicht

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Ein weiterer Grund für das wechseln des Schlafplatzes kann sein, dass die Temperatur im Zimmer nicht optimal für deinen Gefährten ist. Im Sommer zum Beispiel, ist das weiche Körbchen wahrscheinlich einfach zu warm für deinen Hund, und er sucht sich einen kühleren Platz. Oft liegen Hunde im Sommer im Vorzimmer oder auf Fliesen, da diese schön kühl halten und dem Hund einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

Dass deinen Hund das im Welpenalter nicht gestört hat, liegt wahrscheinlich daran, dass er noch die Zuneigung und Nähe seiner neuen Familie gebraucht hat, um sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen und sich wohl zu fühlen. Da er sich jetzt an alles gewöhnen konnte, fühlt er sich überall in der Wohnung oder im Haus wohl und weiß, er kann auf dich zählen, falls er doch etwas brauchen sollte.

Auch im Winter kann es sein, dass die Heizung zu warm eingestellt ist, daher schlafen viele Hunde auch trotz der kühlen Außentemperaturen am Boden oder in einem anderen Zimmer, wo ein besserer Durchzug gegeben ist.

Wenn dein Hund also einen anderen Schlafplatz zu seinem Bettchen bevorzugt, ist das meist kein Grund zur Sorge. Und du wirst sehen, oft genug wird sich dein treuer Begleiter auch noch in sein Körbchen legen, nur eben nicht immer.

 

Der Hund fühlt sich unwohl

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Ein weiterer Grund, der jedoch nur in den wenigsten Fällen eintritt, ist, dass sich dein Hund aus irgendeinem Grund unwohl fühlt. Durch genaue Beobachtung deines Hundes kannst du das jedoch sehr schnell herausfinden. Wechselt der Hund oft seinen Schlafplatz und kommt nur schwer zur Ruhe? Leckt er sich vielleicht ständig die Pfoten oder kratzt sich? Dies könnten Anzeichen sein, dass etwas mit deinem Hund nicht stimmt. Juckreiz ist oft ein Grund dafür, dass dein Hund plötzlich nicht mehr ruhig schlafen kann, weder am Tag noch in der Nacht, und sich die Pfoten leckt. Falls solche Symptome länger bestehen bleiben, solltest du mit deinem Vierbeiner am besten deinen Tierarzt oder einen Verhaltensspezialisten aufsuchen, um auf Nummer sicher zu gehen.

 

In den meisten Fällen jedoch, ist der Wechsel des Schlafplatzes, vor allem wenn dein Hund gerade aus der oder in die Pubertät kommt, kein Grund zur Sorge. Es ist eher ein Anzeichen dafür, dass dein treuer Begleiter selbstständiger wird, was durch den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen ermöglicht werden kann.

Ändert dein Hund auch dauernd den Schlafplatz oder ist er ein Körbchen-Liebhaber?


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