Hilfe, mein Hund hat eine Allergie!

Der Hund wächst vom Welpen zum Junghund heran, da kann sich schon einiges tun! Das Verhalten deines Hundes kann sich in der Pubertät komplett verändern, seine Statur nimmt langsam die Form eines erwachsenen Hundes an, das Futter wird gewechselt,…
Wenn der Hund langsam älter wird, fallen einem einige Veränderungen auf, die man anfangs meist noch hinterfragt, doch nach und nach merkt man, dass es alles einfach mit der Pubertät des heranwachsenden Hundes zu tun hat.
Denn gerade in dieser Phase laufen im Körper deines geliebten Vierbeiners einige wichtige Prozesse ab. Doch nicht nur gewöhnliche pubertäre Veränderungen können jetzt auftreten, sondern auch Allergien können gerade in diesem Alter ihren Anfang finden.
Doch auch wenn dein Hund älter ist, können sich noch Allergien bilden, deshalb solltest du auch dann auf die Symptome achten und schnell handeln.


Welche Allergien können beim Hund auftreten?

Beim Hund gibt es drei klassische Arten von Allergien, von denen einige Hunde betroffen sind. Zu diesen zählen die Futtermittelallergie, die Umweltallergie und die Flohspeichelallergie.


Bei der Futtermittelallergie kann der Hund bestimmte Bestandteile des Futters nicht verarbeiten und reagiert daher allergisch auf sein Futter. Zu Umweltallergien zählt zum Beispiel die Milbenallergie, die entweder die Hausstaubmilbe oder aber die Futtermilbe betrifft. Eine Flohspeichelallergie wird, wie der Name schon sagt, durch den Speichel von Flöhen ausgelöst und kann selbst dann ausgelöst werden, wenn der Hund nicht von einem Flohbefall betroffen ist. Dies kommt daher, dass der Speichel der Flöhe leicht in das Hundefell gerät, und selbst beim Spielen mit anderen Hunden übertragen werden kann.

 

Hilfe, mein Hund hat eine Allergie! - lovdog.at


Symptome


Das typische Symptom einer Allergie ist der Juckreiz. Dieser drückt sich durch übermäßiges Kratzen und auch Ablecken der Pfoten aus. Manche Hunde neigen bei allergischen Reaktionen auch vermehrt zu Ohrenentzündungen.

Hilfe, mein Hund hat eine Allergie! - lovdog.at

Solltest du diese Symptome bemerken, suche sicherheitshalber einen Tierarzt auf. Falls keine Allergie dahinter steckt, könnten auch Flöhe oder Milben den Juckreiz beim Tier ausgelöst haben. Diese sind jedoch leicht zu bekämpfen und es wird ihrem Liebling bald besser gehen.
Manchmal wird bei Juckreiz nicht direkt von einer Allergie ausgegangen. Wenn der Hund sich jedoch über längere Zeit kratzt, können gerötete Stellen an der Haut des Hundes auftreten oder auch Haarausfall an den betroffenen Stellen.
Nun sollte rasch gehandelt werden, dass sich die juckenden und meist offenen Hautstellen nicht entzünden und sich ausbreiten.


Behandlung


Oftmals ist eine Behandlung der Allergie nur bedingt möglich und es wird geraten, zuerst durch Umweltänderungen das Allergen zu meiden. Dies ist aber oftmals sehr schwierig.
Bei einer Futtermittelallergie kann mittels Ausschlussverfahren gehandelt werden. Hier wird dem Hund immer wieder ein anderes Futter gefüttert um zu sehen auf welche Bestandteile der Hund allergisch reagiert. Wende dich am besten an einen Tierarzt, welcher dir einen Plan für die Ausschlussfütterung zurechtlegen kann. Wenn man durch diese Diät herausfinden kann, bei welchem Bestandteil des Futters es problematisch ist, kann durch das Weglassen dieser Bestandteile die Allergie besiegt werden.

 


Bei einer Umweltallergie sieht das Ganze schon etwas schwieriger aus, denn hier muss zuerst einmal bestimmt werden auf welche Allergene dein Hund überhaupt reagiert. Dies können Gräser in der Natur sein oder auch Hausstaubmilben in der Wohnung. Ein Allergietest kann Aufschluss geben auf welche Umweltfaktoren dein Hund allergisch reagiert, jedoch sind diese Test leider sehr teuer und oft nicht akkurat. Trotzdem kann es hilfreich sein zu sehen in welche Richtung die Allergie geht. Beispielsweise könnte eine Allergie auf Milben festgestellt werden. Nun müsste man selbst herausfinden, welche Art von Milben der Auslöser sein könnten. Durch eine Futterumstellung von Trocken- auf Nassfutter kann man dies gut feststellen, denn Futtermilben können nur im Trockenfutter überleben. Falls diese Umstellung keine Erleichterung der Symptomatik bringen sollte, ist eine Hausstaubmilbenallergie die wahrscheinlichste Alternative. Hier kann man die Wohnung so gestalten, dass die Milbenpopulation geringer wird, doch auch dies ist leider sehr schwer zu 100% zu erzielen.
Als Alternative zur Änderung der Umwelt können auch Medikamente verabreicht werden, die den Juckreiz lindern und dem Hund so ein angenehmes Leben bereiten können.
Auch eine Immuntherapie kann helfen, hierbei wird dem Hund regelmäßig eine Spritze verabreicht um ihn gegen die Allergene zu immunisieren. Auch diese Variante ist leider sehr kostspielig und es ist nicht garantiert, dass die Therapie anschlägt.

Hilfe, mein Hund hat eine Allergie! - lovdog.at

Wenn dein Hund von einer Allergie betroffen ist, solltest du auf jeden Fall professionellen Rat bei einem Tierarzt oder sogar einem Spezialisten aufsuchen. Dieser kann dich super beraten und du wirst bestimmt eine Lösung finden!