Alles rund um den Pflegehund

In Österreich gibt es spezielle Vereine, die sich damit beschäftigen, Hunde an Pflegestellen für einen zeitlich begrenzten Zeitraum zu vermitteln. Man muss gewisse Voraussetzungen erfüllen, um einen Pflegehund bei sich zu Hause aufnehmen zu können. Die Aufnahme des Hundes ist allerdings nur vorübergehend und soll dem Hund einen guten Start in ein neues Leben ermöglichen. Diese Pflegestellen sind somit ein wichtiges Verbindungsglied und helfen dem Hund bei der Sozialisierung.

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Wieso ein Pflegehund?

Der Vorteil eines Pflegehundes ist sicher, dass die Pflegefamilien den Hund im wirklichen Alltag beschreiben können. Wie verträgt er sich mit andere Hunden? Mit Katzen? Sind Kinder ein Problem? Stellt das Autofahren ein Problem dar? Viele dieser Fragen können bei einem Hund aus dem Tierheim nicht beantwortet werden und führen vielleicht dazu, dass der Hund nach kurzer Zeit wieder ins Tierheim zurückgebracht wird.

 

Wie gehe ich mit einem Pflegehund um?

Man muss sich aber auch im Klaren sein, dass diese Hunde meist ein Leben als Familienmitglied nicht kennen und einige Zeit benötigen, um sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Pflegehunde sollten anfangs nicht alleine gelassen werden und später sollten sie auch nicht allzu lange alleine gelassen werden. Diese Hunde leiden oft beispielsweise unter Trennungsängsten und können in ihrer Angst vor dem Alleinsein auch schon mal einen Gegenstand zerstören. Die Betreuung erfordert von den Pflegepersonen viel Zeit, Verständnis und Geduld. Man sollte sich einen Pflegehund nur dann nehmen, wenn man sich sicher ist, dass man dieser Aufgabe gewachsen ist.

 

Wie läuft der Prozess eigentlich ab?

Die Hunde, welche in Pflegefamilien kommen, werden tierärztlich untersucht und auch geimpft, allerdings kann man nie zu 100 % eine Krankheit ausschließen. Wenn andere Tiere im Haushalt leben, sollten diese auch geimpft sein um Erkrankungen zu vermeiden.

Vor der Übernahme eines Pflegehundes wird auch ein Pflegevertrag abgeschlossen, damit ist gewährleistet, dass die Tierarztrechnungen direkt an den Verein gesendet werden und von diesem beglichen werden können. In den meisten Fällen schließen die Vereine für die Pflegehunde eine Haftpflichtversicherung ab. Um einen Missbrauch vorzubeugen, werden keine Kosten für z.B. ein angeknabbertes Tischbein übernommen. Die Vereine kümmern sich um den Endplatz für den Pflegehund, daher sind die Vereine darauf angewiesen von den Pflegefamilien aktuelle Fotos und Charakterbeschreibungen des Pflegehundes zu erhalten um diese dann über Zeitungs- und Internetinseraten zu verbreiten. Sollten sich Menschen melden, die Interesse an dem Pflegehund haben, so kommt es zu einem persönlichen Zusammentreffen im Beisein eines Vereinsmitgliedes oder einem Mitglied der Pflegefamilie. Jedenfalls sollte immer die Chemie zwischen den Menschen und den Vierbeiner stimmen, damit einer gemeinsamen glücklichen Zukunft nichts im Wege steht.